Projekte
Blnded Intensive Programme in Budapest
Studienreise nach Budapest im Rahmen des Programms BIP Viadrina – Warschau – Budapest 16. – 20. März 2026: Sprachen und Minderheiten in Ungarn, Polen und Deutschland – historische Regionen
Ziel des Projekts war der Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Studierenden aus Polen, Deutschland und Ungarn zum Thema nationale Minderheiten und ihre Sprachen. Das Programm wurde hauptsächlich auf Deutsch durchgeführt, zugleich verständigten die Teilnehmenden sich auch auf Polnisch, was die Integration und den kulturellen Austausch förderte.
Nach früheren Treffen in Frankfurt (Oder) und Warschau war Budapest die nächste Etappe des Projekts. Dort trafen sich ca. 30 Studierende der Universität Warschau, der Europa-Universität Viadrina und der Eötvös-Loránd-Universität. Dank vorheriger Online-Treffen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich kennenzulernen und ihre Interessen sowie ihre Lieblingsorte in Budapest vorzustellen.
Das Programm umfasste Seminare und Workshops zum Thema Minderheiten sowie Veranstaltungen zu Märchen und ihren kulturellen Unterschieden. Die Studierenden nahmen zudem an Integrationsveranstaltungen und Workshops teil, die von der Eötvös-Loránd-Universität organisiert wurden. Ein besonderer Programmpunkt war das Treffen mit einem deutsch-ungarischen Schriftsteller, der seine Werke vorstellte.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch des Polnischen Instituts in Budapest, wo die Teilnehmenden die polnische Kultur aus einer internationalen Perspektive besser kennenlernen konnten. Die Studierenden besuchten zudem das ungarische Parlament und trafen sich mit einem Vertreter der deutschen Minderheit in Ungarn.
Auf dem Programm stand außerdem ein Besuch in der Stadt Mór, wo die Teilnehmer die Geschichte und Traditionen der deutschen Gemeinschaft in Ungarn kennenlernten. Ergänzt wurde das Programm durch Besichtigungen in Budapest – sowohl tagsüber als auch am Abend.
Die Teilnehmenden betonten übereinstimmend, dass das Projekt eine äußerst wertvolle Erfahrung war. Der größte Gewinn des Projekts war die Möglichkeit, Menschen aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und Sprache sowie Kultur aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Einer Teilnehmerin blieb besonders die außergewöhnliche Atmosphäre Budapests in Erinnerung – seine Architektur und die Vielfalt der Stile sowie das besondere „Flair“ der Stadt. Sie wies auch auf die Bedeutung der deutschstämmigen Gemeinschaft in Ungarn hin und betonte, wie gut diese auf lokaler Ebene organisiert ist. Außerdem stellte sie fest, dass viele Ungarinnen und Ungarn sehr gut Deutsch sprechen, was zusätzlich verbindend wirkt.
Das Programm war sehr abwechslungsreich und machte zugleich deutlich, dass wir trotz bestehender Grenzen in gewisser Weise miteinander verbunden bleiben.
Die Exkursion wurde von Aleksandra Kubicka und Dr. Tomasz Rajewicz organisiert und aus Mitteln des Erasmus+-Programms im Rahmen des Projekts „Blended Intensive Programme“ (BIP) finanziert.
Text: Sandra Gliszczynski