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Konferenzen

4. internationale Konferenz: Fachsprache Polnisch – Sprache mit Zukunft

8. und 9. Juni 2018

Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Sprachenzentrum

Collegium Polonicum Słubice

Dies war die vierte Konferenz aus der im Jahre 2015 eingeführten Konferenzreihe, die in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Polnischlehrkräfte einmal pro Jahr abwechselnd an der Europa-Universität Viadrina und an der Technischen Universität Darmstadt stattfindet und von den Sprachenzentren dieser Einrichtungen organisiert wird. Sie richtete sich an Lehrende im Fach Polnisch als Fremd-/Zweit- oder Herkunftssprache in Bildungseinrichtungen in Deutschland, Polen und Europa.

Den Kern der diesjährigen Konferenz und den Ausgangspunkt für Diskussionen bildete die Frage Was ist die Fachsprache im Kontext des Polnischen als Fremd-, Zweit- und Herkunftssprache?

Die Konferenz hatte zum Ziel, den aktuellen Ist-Zustand der Fachsprache Polnisch zu dokumentieren und dabei Antworten auf folgende Fragen zu liefern:

  •          An welchen Einrichtungen wird die Fachsprache Polnisch angeboten?
  •          Welche Sprachniveaus gibt es?
  •          Im Umfang von wievielen Stunden wird unterrichtet?
  •          Mit welchen Materialien wird gearbeitet?
  •          Welche Abschlüsse sind vorhanden und welche Prüfungen können abgelegt werden?

Hierbei sollte eruiert werden, ob es für Fachsprache Polnisch generelle, übergreifende Strategien oder eher massgeschneiderte Kursangebote einzelner Einrichtungen gäbe, die auf konkrete Anforderungen (z.B. Prüfungs- oder Studienordnung) ausgerichtet wären. In diesem Kontext wollten wir uns mit der Frage befassen, ob es demnach ein dringender Bedarf an einer (Weiter)entwicklung der Fachsprachendidaktik des Polnischen bestünde und in wieweit sich die an der Konferenz vertretenen Bildungseinrichtugen daran beteiligen könnten. Auf der Grundlage der Bestandsaufnahme und infolge eines kritischen Austausches unter Kolleginnen und Kollegen konnten hierzu konkrete Vorschläge erarbeitet und Projekte angebahnt werden.

Die Ergebnisse der Konferenz werden in einem Konferenzband in der Reihe „Polnisch als Fremd- und Zweitsprache“ veröffentlicht.

In diesem Jahr wurde die Konferenz durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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Fachsprachenunterricht

Lehren und Lernen am Beispiel des Polnischen als Fremdsprache

 3. und 4. Juni 2016

Eine Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation. Sie hat eine enorme Auswirkung auf unser Denken und Handeln und ist Ausdruck unserer Identität und Kultur. Gleichzeitig stellt aber die Vielfalt der Sprachen in der globalisierten Welt eine Barriere für Kommunikation und Mobilität dar. Immer öfter hört man, Englisch sollte in Europa die Rolle einer lingua franca übernehmen. Multinationale Arbeitsgruppen, in denen Fachkräfte aus unterschiedlichsten Kulturkreisen und mit unterschiedlichsten Muttersprachen zusammenarbeiten, bräuchten eine gemeinsame Sprache. Folge man aber vorbehaltlos diesem Trend, würde das im Fachsprachenunterricht – vor allem für solche Sprachen wie Polnisch – bedeuten, dass sie auf diesem Niveau gar nicht mehr unterrichtet werden. Dieser Entwicklung wollten wir entgegenwirken, und unsere Konferenz sollte – als Folgekonferenz der 2015 an der Technischen Universität Darmstadt stattgefundenen internationalen Konferenz, die dem Fachsprachenunterricht und insbesondere dem Polnischen als Fremdsprache gewidmet war – ein Beitrag dazu sein. Wir griffen die damals angeschnittenen Themen auf und fügten neue hinzu, z.B. Übersetzung im Fachsprachenunterricht. Die Schwerpunkte der Konferenz waren das Lehren – wie gestaltet man didaktisch den Unterricht entsprechend den Erfordernissen des Studiums und Berufslebens, und das Lernen – wie unterstützt man Studierende bei der selbständigen und professionellen Gestaltung ihrer Lernphasen. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis mit dem Ziel, dass Studierende bestmögliche Urteils- und Handlungskompetenz in ihrem Berufsfeld entwickeln, stand im Mittelpunkt.

Die zweitägige Konferenz bestand aus zwei Teilen: Einem Konferenzteil mit Inhalten zu aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Fachsprachenunterricht und Translation im Fachsprachenunterricht; und dem zweiten Teil, der sich der Didaktik der Fachsprache Polnisch für folgende Zielgruppen Kulturwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Rechtswissenschaftler und Übersetzer widmete.

Im Anschluss an die Konferenz wurde der Konferenzband: Ewa Baglajewska-Miglus, Thomas Vogel (Hrsg.), Fachsprachenunterricht: Lehren und Lernen am Beispiel des Polnischen als Fremdsprache, Aachen 2016, veröffentlich.

Die Konferenz wurde aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gefördert.

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